Kontaktloses Bezahlen im Supermarkt wird beliebter

Kontaktloses Bezahlen im Supermarkt wird beliebter
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Während es beim Kleider- oder Möbelshoppen um den Genuss geht, soll es im Supermarkt meist schnell gehen. Dies bestätigt auch eine neue Umfrage. Diesem Trend folgend entwickelt sich das mobile Bezahlen immer weiter.

Im Auftrag der EURO Kartensysteme – ein Unternehmen der deutschen Kreditwirtschaft – befragte das EARSandEYES-Marktforschungsunternehmen 1.000 Deutsche zwischen 18 und 65 Jahren. Im Zentrum der Befragung stand das Verhalten im Supermarkt. Demnach ist den Deutschen ein höfliches Auftreten auch beim Lebensmitteleinkauf sehr wichtig. Der Großteil, immerhin 92 Prozent der Befragten, legt großen Wert auf freundliche Angestellte, eine Mehrheit wünscht sich außerdem, dass sie mit einem kleinen Einkaufskorb vorgelassen wird. Doch auch die Schnelligkeit steht bei den Befragten hoch im Kurs. 6 von 10 wollen, dass der Vordermann schnell bezahlt, 47 Prozent Befragten gaben an, nervös zu werden, wenn ihr Vordermann passend bezahlen möchte und lange nach Kleingeld kramt. Viele achten selbst darauf, schnell und effizient zu bezahlen, um die anderen nicht zu lange warten zu lassen. Wenn an der Kasse mit Karte bezahlt wird, steht vor allem der Sicherheitsaspekt im Vordergrund, 94 Prozent der Befragten möchten bedenkenlos bargeldlos einkaufen. 84 Prozent wollen außerdem einen guten Überblick über die eigenen Ausgaben behalten, für 77 Prozent war daneben der hohe Bezahlkomfort bei der Kartenzahlung wichtig. 71 Prozent der Befragten gaben an, dass sie nur ungern ihre Karte aus der Hand geben.

Zahlen im Vorbeigehen mit Funkchip

Die bisherige Nutzung der Kreditkarte sieht so aus: Nach dem Einkauf wird sie in ein Lesegerät gesteckt, das die Daten einliest. Meist muss der Kauf zudem mit Unterschrift oder PIN bestätigt werden. Mit der neuen NFC-Technologie (Near Field Communication) wird das bargeldlose Bezahlen noch einfacher – und schneller. Die Karte bleibt beim Besitzer und muss in einem Abstand von 4-10 Zentimeter vor das Lesegerät gehalten werden. Möglich wird das Bezahlen durch einen Funkchip, der in die Karte integriert ist. Auf ihm sind alle Kundendaten gespeichert, die für die Zahlung vonnöten sind. Nachdem der Chip die Daten an das Lesegerät übertragen hat, werden sie entschlüsselt und verwertet. Mit einem optischen oder akustischen Signal wird dem Kunden angezeigt, dass die Zahlung erfolgreich war. Obwohl die Nachfrage groß ist, steckt das Mobile Payment noch in den Kinderschuhen. Erst im Jahr 2006 wurde es in Deutschland in Pilotprojekten getestet, mittlerweile sind alle neuen Karten der Sparkassen sowie der Volks- und Raiffeisenbanken mit einem Funkchip ausgestattet. Auch immer mehr Kreditkartenanbieter stellen ihre Karten auf die neue Technologie um. Bei Visa kennt man sie unter dem Namen payWave, MasterCard nennt sie PayPass, auch andere Banken haben ihre Kreditkarten modernisiert, etwa die Targobank und die DKB Bank. Bis Ende des Jahres sollen zwei Millionen Kreditkarten ausgegeben werden, weltweit sind bereits 100 Millionen Karten mit NFC-Technologie im Einsatz.

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