Bauzinsen unterschreiten die Marke von zwei Prozent

Bauzinsen unterschreiten die Marke von zwei Prozent
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Dass die Bauzinsen sich auf einem relativ niedrigen Niveau befinden, ist mittlerweile schon seit zwei bis drei Jahren deutlich zu sehen. Scheinbar gibt es derzeit kaum eine Grenze nach unten, denn noch immer senken manche Anbieter ihre Hypothekenzinsen. Aktuell haben die Bauzinsen bei einigen Banken und Vermittlern sogar die Grenze von zwei Prozent unterschritten. Dennoch ist ein Vergleich wichtig, denn es gibt natürlich auch einige Angebote, die deutlich höhere Zinssätze beinhalten.

Im Oktober 2012 finden interessierte Kunden einige Angebote im Bereich der Immobilienkredite, die einen Zinssatz von unter zwei Prozent beinhalten. Somit ist es heute möglich, einen Immobilienkredit über beispielsweise 150.000 Euro mit einer monatlichen Kreditrate von unter 400 Euro zu finanzieren. Auf der anderen Seite kommt nicht jeder Kreditnehmer in den Genuss dieser sehr günstigen Zinssätze von unter zwei Prozent, denn der tatsächliche Zinssatz richtet sich bei nahezu allen Banken nach einigen individuellen Faktoren. So gibt es zum Beispiel zunächst einen Unterschied, ob der Kunde eine Zinsfestschreibung von fünf, zehn oder 15 Jahren wählt. Man kann derzeit davon ausgehen, dass der Zinssatz bei einer zehnjährigen Zinsfestschreibung um durchschnittlich 0,4 bis 0,6 Prozent höher als bei einer fünfjährigen Zinsfestschreibung ist. Den Zinssatz von unter zwei Prozent gibt es derzeit also fast nur bei einer fünfjährigen Zinsfestschreibung oder natürlich auch bei einer variablen Zinszahlung, die jedoch in der aktuellen Situation keinem Kunden zu empfehlen ist.

Die Höhe der Besicherung und das Eigenkapital beeinflussen die Bauzinsen

Aber nicht nur die Wahl der Zinsfestschreibung kann die Bauzinsen beeinflussen, sondern darüber hinaus stellt sich die Bank stets eine bestimmte Besicherung vor, wenn der günstige Zinssatz von unter zwei Prozent veranschlagt wird. Oftmals wird zum Beispiel davon ausgegangen, dass zwischen 80 und 100 Prozent der Finanzierungssumme durch eine Grundschuld abgesichert werden kann. Mehr als 80 Prozent sind allerdings im Prinzip nur dann zu erreichen, wenn der Verkehrswert der zu finanzierenden Immobilie deutlich höher als der Finanzierungsbedarf ist. Das wiederum ist nur dann möglich, wenn der Kunde auch Eigenkapital mit einbringen kann. Üblicherweise sollte das Eigenkapital mindestens 15 Prozent des Gesamtbedarfs ausmachen, der zur Finanzierung notwendig ist. Die Bonität des Kunden spielt natürlich ebenfalls eine Rolle. Sollten die genannten Faktoren sich eher im ungünstigen Bereich werden, kann aus der „Standardkondition“ von unter zwei Prozent durchaus auch ein Zinssatz werden, der sich in der Praxis bei mehr als drei Prozent bewegt.

Zum >>> Bauzinsrechner 23.05.2017